Über mich
Ich bin 1956 an einem schönen Oktobertag zur Welt gekommen. Aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich in Langen.
Schon immer war ich an Musik interessiert. Mein Vater, der selbst im damaligen Männergesangsverein auch solistisch tätig war, hat also wohl dieses Interesse weitervererbt
.. und als Einzelkind hab ich dann auch gleich Alles an musikalischen Genen mitbekommen *g*
Bei uns gabs , als ich noch klein war (ich muss wohl so 3-5 Jahre alt gewesen sein), jeden Samstag “Hausmusik”. Das sah wie folgt aus:
Mein Vater spielte Gitarre oder Akkordeon (ob gut oder schlecht weiß ich nicht mehr) und sang dazu – Deutsches Volksgut *grins*, aber auch Schlager der damaligen Zeit. Irgendwann war mir das nicht genug, einfach “mitzusingen” (nein, leider gibts davon keine Aufnahme), ich wollte UNBEDINGT auch ein Instrument spielen. Zunächst bekam ich eine Flöte. Die war aber schnell langweilig und überhaupt klang ne Flöte dooooooof *g*. Also bekam ich eine “Melodica”.. naja – schon besser, aber auch damit konnte man entweder spielen oder singen. Und ich wollte beides (ja, deutsches Volksgut – was anderes kannte ich noch nicht*grins*).
Als nächstes bekam ich also ein gebraucht/geschenktes Akkordeon, wobei ich schon längst den Wunsch nach lieber einer Gitarre äußerte.
Inzwischen war ich wohl so etwa 6-7 Jahre alt, lernte das Akkordeonspielen, indem ich meinem Vater während des Spiels auf die Finger schaute und meine Finger mitsetzte (ohne zunächst die Bässe zu nutzen, aber die folgten schnell). Jetzt wurden die Samstage schon interessanter. Jedesmal, wenn wir die Instrumente auspackten und anfingen zu spielen und zu singen, wurde außen am Fenster an einer Schnur ein Körbchen heruntergelassen -Süßigkeiten, Obst, alles mögliche. Da wohnte ein älteres Rentnerpaar über uns, die das total klasse fanden, dass es noch sowas wie Hausmusik gibt, und die Leute, außer den neumodischen Schlagern, auch noch “Am Brunnen vor dem Tore” oder “Ännchen von Tharau” kannten.
Es kam der Zeitpunkt andem meine Eltern der Meinung waren, dass es an der Zeit wäre, das Instrument Akkordeon nun richtig zu lernen – also Musikschule – dafür bekäme ich auch ein neues Instrument. Auch mein dringendstes Bitten und Betteln lieber Gitarrenunterricht zu bekommen (ich wollte später dann mal ne E-Gitarre), ließen meine Eltern, besonders meinen Vater, nicht umstimmen.. schließlich sollte das Kind mal ein “vernünftiges Instrument” lernen.
Über die Zeit meines musikalischen Unterrichts schweige ich mal lieber, zumal mein Musiklehrer nach etwa 3 Monaten meinte das hätte alles keinen Zweck bei mir, ich könnte bis heute keine einzige Note lesen und würde alles immer nur nach dem Gehör nachspielen (natürlich half mir auch die lange Gewohnheit des auf die Finger zu sehens um gleich fremde Stücke mitzuspielen).
Daraufhin waren meine Eltern nicht mehr bereit, den Musikunterricht zu finanzieren- schon gar nicht Gitarre. So brachte ich mir das Gitarrespielen selber bei (hatte inzwischen eine Kindergitarre von “Quelle” bekommen). Zunächst wieder das alte Schema – bei Papa auf die Finger gucken. Der allerdings konnte nur Akkorde ohne Barrée greifen (hat ihm mal jemand gezeigt). So war kein großer Liedumfang möglich. Also setzte ich mich selber hin und verschob solange meine Finger auf dem Griffbrett, bis der richtige Akkord gefunden war.
So verging einige Zeit, die musikalische Richtung änderte sich für einige Jahre indem ich, der Volksmusik müde, mich eher aufs Tanzen stürzte.
Aber wie das so ist, irgendwann merkt man, dass es doch nicht DAS ist, was man sucht. Und so bin ich wieder zurückgekommen zum Singen und singe heute in 2 Chören, aber auch im unplugged Trio.
